literarische Ausflüge

LiteraTOURen

Den Auftakt hat Fontane 2019 gegeben. Seitdem habe ich mich schon mehrfach etwas intensiver mit einer historischen Figur der Feder beschäftigt. Ich tauche ein in mehr oder auch weniger bekannte Werke, schreibe darüber auf meinem Blog und reise zu den Schauplätzen der Handlung bzw. ihres Wirkens. Auf den Spuren von Caroline von Wolzogen und Friedrich Schiller war ich in Rudolstadt. Im letzten Jahr führte mich Johann Karl Wezel nach Sondershausen, und kürzlich bin ich von einer Reise auf den Spuren des Pfarrers und Dichters Kosegarten aus Rügen zurückgekehrt ...

 


Ein Bild von einem Buch

Der furiose Geist des Spätaufklärers Wezels hat mich 2021 so sehr mitgerissen, dass ich zum einen innerhalb kürzester Zeit so viele Texte zusammengestellt hatte, dass es den Rahmen eines Blogbeitrages gesprengt hätte. Seinem Erstlingswerk habe ich daher ein eigenes kleines Buch gewidmet (siehe unten).

Außerdem hat er mich dazu inspiriert die Bücher und Geschichten auch aus einem kreativen Blickwinkel heraus zu betrachten. So dass ich dieses bunte Motto beim Schmökern und literarischen Schwelgen immer öfter wörtlich nehme ...



Dieses Bilderbuch für literaturaffine Erwachsene beschäftigt sich mit dem ersten Roman des furiosen Dichters und Spätaufklärers Johann Karl Wezel, den Wieland als sonderbaren Meteor am literarischen Lufthimmel beschrieben hat. Sein komplexes Werk ist nach seinem Tod für mehr als 100 Jahre in Vergessenheit geraten, dabei sind die Ergüsse dieses fulminaten Kopfes von geradezu beeindruckender Aktualität ...

Gebundenes Buch, 52 Seiten

mit zahlreichen Illustrationen - 15 €

ISBN 978-3-7543-2238-3

Selbstverlag über BoD, Norderstedt



Den Horizont erweitern. Die Grenzen des Bewusstseins sprengen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. Sich in philosophischen Höhen jenseits von Wertungen und Urteilen tummeln. Ja, sich vielleicht bis zu dem Gedanken hinaufwagen, dass es die Wahrheit so gar nicht gibt. Das alles Gedanke sei. Energie. Eine Art geistiges Empfinden ... Darüber diskutieren moderne Quantenphysiker und Geisteswissenschaftlerinnen. Das hat Marc Aurel vor knapp 2000 Jahren in dem Satz formuliert: Alles ist Idee. Und daran hat sich der Esprit der Aufklärer immer wieder neu entzündet.

Gestalten wir demnach unsere Realität wirklich selbst? Wezel ist - wie viele andere vor und nach ihm - an der Umsetzung dieser schönen, hochgesteckten Philosophie gescheitert. Einsam und in geistiger Verwirrung ist er gealtert und gestorben, weil ihm die Anbindung an den Boden, die Demut, das Gespür für (die eigenen) Grenzen gefehlt hat ...

Mit meiner Freundin Simone Winter (systemische Psychologin) habe ich mich über fünfzehn Jahre hinweg intensiv über das Höher, Schneller, Weiter im Geistig-Spirituellen ausgetauscht. Nach gesünderen Alternativen gesucht. Wir müssen nach innen gehen, sagte sie. Da liegt der Schlüssel zur Selbstwirksamkeit.

Und ich habe einen Baum vor mir gesehen. Und gesagt. Der wächst von unten nach oben. Und von innen nach außen. Da ist nicht zuerst ein filigraner Ast im hohen Blau, auf dem sich eine weiße Taube niederlassen kann.

Der Baum hat Wurzeln. Wo komme ich her? Was bringe ich mit? Warum sind Gefühle und Prägungen oft so viel mächtiger als die reine Vernunft? Das Bauchhirn heißt bei uns Seelenwesen. Und es ist immer mit einzubeziehen. In einer Sprache, die es versteht. Liebenswürdig. Einfach. Bildreich. Klangvoll.

 

Wo stehe ich? Wo will ich hin? Und wie gelingt eine klare und achtsame Integration in den Alltag? Auch wir mussten das Rad nicht neu erfinden. Selbstreflektion und Situationsanalyse sind immer schon ein Teil der menschlichen Kultur gewesen. Sind eins mit dem Erzählen von Geschichten. Bevor diese aufgeschrieben wurden, waren Karten und Sterne Ankerpunkte für die Erzählungen über die Entwicklungsstufen, die der Mensch in seinem Leben durchläuft.

Die bunter Bilderwelt des Tarot stellt den Ursprung dieser Geschichten dar, ist also zugleich tiefe Wurzel der Literatur. Und die Astrologie* bringt die Charaktere ins Spiel. Innere Figuren - ist also nichts anderes, als ein 4.000 Jahre altes psychologisches Teile-Arbeits-Modell.

 

Doch wer versteht diese seelische Symbol-Sprache heute noch? Was haben zum Beispiel die Protagonisten eines mittelalterlichen Hofstaates - Bube, Dame, König sind bis heute in einem Kartenspiel zu finden - mit unseren Lebensumständen und Rollen zu tun? Es ging also darum, das ursprünglich Alte, neu zu interpretieren. In eine zeit- und seelengemäße Sprache zu übersetzen. Das hat mich dazu bewogen, die 78 Karten des Tarot neu zu zeichnen und ein Buch mit der Quintessenz unserer Überlegungen zu schreiben.

Simone Winter ist auch Mutter von vier Kindern und seit kurzem Oma. Sie weiß, wovon sie spricht, wenn sie sagt, dass die Familie die Keimzelle des menschlichen Zusammenlebens darstellt. Folglich gibt es in unserem Tarot Vertreter und Vertreterinnen aus vier Familien, die die Elemente Wasser, Erde, Luft und Feuer repräsentieren. Die Reihenfolge (Wer macht den Stich?) ist nicht in dem alterhergebrachten Sinn von Hierachie (Ober sticht Unter) zu verstehen, sondern ergibt sich aus den Charakteren und Motivationen. Aus einem unterschiedlichen Verständnis und Empfinden von Liebe ...

 

*Das astrologische Konzept habe ich in die große Arkana des Kartenspiels mit integriert. Für die Erforschung der eigenen Persönlichkeit ist es dabei völlig unerheblich, ob jemand an den Einfluss der Sterne auf unser Leben glaubt oder nicht.

(c) Fotos alle - AR / oben Simone Winter / unten Personenkarten aus dem Tarot für Frau Winter


Ein Tarot für Frau Winter

Zwei Frauen, eine ungewöhnliche Freundschaft, 15 Jahre intensive Beschäftigung mit Psychologie und den Ursprüngen der Literatur, 78 Karten, Texte zur Inspiration - spielen, deuten, sich selbst finden ...

Ein Tarot für Frau Winter - BUCH

Taschenbuch, 162 Seiten - 20 €

ISBN 978-3-7534-0158-4

Selbstverlag über BoD, Norderstedt


Ein Tarot für Frau Winter - SPIEL

Kartenspiel in bedruckter Kartonbox

78 Karten zum Spielen und Deuten - 30 €

Selbstverlag über Mein Spiel, Hamburg

(c) AR - Patience-Partie - Solitärspiel

 

 

Wurzel der Literatur, über 4.000 Jahre altes Werkzeug zur Selbsterkenntnis und ein Kartenspiel für die ganze Familie!


Foto: AR / Legungsbeispiel
Foto: AR / Legungsbeispiel

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